272 VillaSlow
2026BGF
130 m²BRI
515 m³Leistung
Lph 1-9Veröffentlichungen
Tag der Architektur 2026; Hessenschau, 26.06.2026; Tagesschau, 26.06.2026; Oberhessen-Live, 24.06.2026; Frankfurter Rundschau, 12.06.2026Sonderfachleute
Statik/Wärmeschutz: IB Hahn Baugrundgutachten: Holger BaumannFotograf
Heiko MesserschmidtStatus
fertiggestellt

Tag der Architektur 2026 - Was ist besonders spannend? Gibt es Wohnträume zu bestaunen?
"Ja. klar, weil das sind ja dann doch die Dinge, die man gerne sehen möchte beim Tag der Architektur. Und eine Villa, Villa Slow nennt sie sich, finde ich ausgesprochen cool. Das ist eigentlich ein kleiner Bungalow im Vogelsbergkreis auf einer naturbelassenen Wiese bei Grebenhain. Und das ist wirklich ganz schlicht eine Betonschale, vorne und hinten große Fensterfronten und das Ding scheint irgendwie auf der Wiese zu schweben. Also man hat eigentlich wirklich so einen großen Fensterplatz mitten in der Natur. mo+ architekten aus Frankfurt haben das gebaut und das finde ich schon sehr spannend."

sneak peek
Wälder, Bergwiesen, Fachwerkhäuser, kleine Schlösschen, Burgruinen und alte Mühlen charakterisieren das Landschaftsbild rund um den Vogelsberg, Europas größtem erloschenen Vulkan. Hier liegt oberhalb eines kleinen Luftkurorts, auf einem naturbelassenem Südhanggrundstück ein Bungalow aus Beton und Holz, der sich mit seiner niedrigen Höhe dezent und doch selbstbewusst in den vorhandenen Baumbestand und die angrenzende Wiesen- und Heckenlandschaft integriert.

Der eingeschossige Bau besticht durch seine reduzierte, sachliche Formensprache und die konsequente Verwendung der beiden Materialien Beton und Holz, die jeweils sichtbar belassen wurden. Blickfang sind die bodentiefen, bündig eingebauten Fensterflächen, die freie Sicht über die Felder bis zu den Gipfeln der Rhön gewähren.




Zentrum des Hauses ist der großzügige, offene Wohn- Koch- und Essbereich mit einem drei Meter langem Tisch, gemütlicher Sofaecke und einem großen Sitzfenster. Auch hier ist der Übergang in den Garten fließend. Für kühlere Tage gibt es einen freihängenden, drehbaren Kamin.

Die Tragstruktur ist bewusst simpel: Eine tragende Bodenplatte auf eingerückten Streifenfundamenten mit je einer Betonaußenwand an den Giebelseiten und einer Holzskelettstruktur an den beiden Längsseiten mit einem Dach aus 10 Brettsperrholzplatten. Tragende Innenwände sind nicht erforderlich, weshalb die Innentrennwände gleichzeitig als Möbeleinbauten nutzbar sind und zukünftige Anpassungen einfach ermöglichen.

Rohbau = Ausbau

Sichtbeton

sichtbare Holzkonstruktion
